Züge der Transsibirischen Eisenbahn
Der Komfort während einer Reise mit der Transsib hängt nicht nur von der Preisklasse, sondern auch von dem jeweiligen Zug ab. So fahren auf der Strecke von Moskau bis Wladiwostok mehrere Züge, die sich vom Preis und dem angebotenen Reisekomfort leicht unterscheiden. Auch auf der Strecke von Irkutsk bis Ulan Bator verkehrt laut dem offiziellen Fahrplan mehr als ein Zug pro Woche.
Die allgemeine Regel lautet: je kleiner die Zugnummer, desto besser ist der Zug und teurer die Fahrkarte. Ein "besserer" Zug:
- fährt schneller, weil er kürzer und an wenigen Bahnhöfen unterwegs hält
- ist moderner, etwas sauberer und die Ausstattung ist neuer und schöner.
Jeder Strecke sind bestimmte Zugnummern "zugeordnet", die meistens in beiden Richtungen "in Paaren" vorkommen und einen gemeinsamen Namen haben. So sind die Züge mit einer Einziffernummer besser als die mit einer Zweiziffernummer und diese sind wiederum in der Regel besser als die mit einer Dreiziffernummer.
Firmenzüge
Fast alle Züge mit einer Einziffernummer sowie einige Züge mit einer Zweiziffernummer sind s.g. Firmenzüge. Diese Züge sind am besten und haben meistens einen Namen, wie z.B. die bekannten Züge "Baikal" oder "Rossija". Firmenzüge halten an wenigen Bahnhöfen unterwegs und auch kürzer, erreichen also schneller den Zielbahnhof. Sie fahren oft 300-400 km ohne Halt. In den Firmenzügen gibt es keine Waggons der 3. Klasse. Sie sind somit komfortabler.
Firmenzüge sind auch teurer als andere Züge. Hier trifft man auch häufiger westliche Touristen als in anderen Zügen. Wer jedoch davon ausgeht, dass das Zugpersonal anderer Sprachen mächtig ist als dem Russischen, den erwartet meist eine bittere Enttäuschung.
Zu den bekanntesten Firmenzügen gehören:
- 1 und 2 (“Rossija”) auf der Strecke Moskau – Wladiwostok
- 9 und 10 (“Baikal”) auf der Strecke Moskau – Irkutsk
- 47 und 48 (“Irtysch”) auf der Strecke Moskau – Omsk
- 25 und 26 (“Sibirjak”) auf der Strecke Moskau – Nowosibirsk
- 55 und 56 (“Jenisej”) auf der Strecke Moskau – Krasnojarsk
Weitere Züge
Alle anderen Züge, die keine Firmenzüge sind, bieten einen etwas schlechteren Komfort und sind logischerweise etwas günstiger. "Schlechter" bedeutet hier etwas ältere Waggons und deren Ausstattung.
Diese Züge haben meistens eine Dreiziffernummer und verkehren auf kürzeren Strecken. Sie halten auf mehreren Bahnhöfen, was die Reisedauer etwas verlängert. Waggons der 1. Klasse sind in diesen Zügen oft nicht verfügbar. Westliche Touristen sind hier auch seltener zu treffen.
Einige Beispiele von Nicht-Firmenzügen:
- 43 und 44 auf der Strecke Moskau - Chabarowsk
- 903 und 904 auf der Strecke Moskau - Wladiwostok
- 917 und 918 auf der Strecke Moskau - Wladiwostok
- 339 und 340 auf der Strecke Moskau - Tschita
- 349 und 350 auf der Strecke Moskau - Blagoweschtschensk
- 905 und 906 auf der Strecke Moskau - Krasnojarsk
Internationale Züge
Die Charakteristik der internationalen Züge ist der der Firmenzüge gleich. Einer der wenigen Unterschiede sind die internationalen Routen, auf denen sie verkehren. Die internationalen Züge führen außerdem ausschließlich Waggons der 1. und 2. Klasse. Waggons der 3. Klasse sind auf internationalen Strecken nicht verfügbar. Zu den bekanntesten internationalen Zügen gehören folgende Zugpaare:
- 3 und 4 auf der Strecke Moskau – Peking über Ulan Bator / Mongolei
- 19 und 20 auf der Strecke Moskau – Peking über Harbin / Mandschurei
- 5 und 6 auf der Strecke Moskau – Ulan Bator
- 23 und 24 auf der Strecke Ulan Bator - Peking
Eine Ausnahme bildet der Zug Nr. 362 / 361 auf der Strecke Irkutsk - Ulan Bator, der ausschließlich über Waggons der 2. Klasse verfügt.
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